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Sieben Tools aus dem Buch an einem Ort. Die Rechner zeigen Dir sofort ein Ergebnis, den vollständigen Plan als PDF schalte ich nach Deiner E-Mail frei. Drehbuch und Glossar liest Du direkt hier.

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Bankgespräch-Drehbuch

Mit dem Glossar kennst Du die Sprache. Das Drehbuch macht daraus eine Gesprächsführung. Vorbereitung, die richtigen Fragen und der Vergleich, der Dich oft fünfstellig spart.

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Vor dem Termin · Deine Unterlagen

Diese zwölf Nachweise bringst Du mit

Vollständige Unterlagen sparen Dir Rückfragen und eine zweite Runde. Hak ab, was eingepackt ist.

  • Personalausweis oder Reisepass, von beiden Kreditnehmern
  • Gehaltsnachweise der letzten drei Monate
  • Aktueller Einkommensteuerbescheid, bei Selbstständigen die letzten zwei Jahresabschlüsse plus BWA
  • Kontoauszüge der letzten zwei bis drei Monate
  • Schufa-Selbstauskunft, einmal im Jahr kostenlos nach Art. 15 DSGVO
  • Eigenkapital-Nachweis: Kontostände, Bausparguthaben, Depotauszüge
  • Nachweis laufender Verbindlichkeiten wie Kredite oder Leasing
  • Exposé und Objektunterlagen der Immobilie
  • Aktueller Grundbuchauszug
  • Lageplan und Wohnflächenberechnung
  • Grundriss und Baubeschreibung, bei Neubau die Baukostenaufstellung
  • Kaufvertragsentwurf vom Notar, bei Neubau der Bauvertrag
Schritt 1 · Die Grundregel

Sag wenig. Frag viel. Unterschreibe nichts an diesem Tag.

Drei Sätze, die Dich vom Zuhörer zum Verhandler machen. Wer sie befolgt, geht mit besseren Konditionen raus, als die Bank ursprünglich gerechnet hat. 0,2 bis 0,4 Prozentpunkte Sollzins, die sonst liegen bleiben, sind über zehn Jahre schnell 6.000 bis 15.000 Euro.

Schritt 2 · Vorbereitung

Geh mit Deinen eigenen Zahlen rein

Bevor die Bank rechnet, weißt Du, wo Du stehst. Schätze Kaufpreis, Eigenkapital und Beleihungswert grob ab und notiere Deinen geplanten Beleihungsauslauf. Nennt die Bank einen deutlich höheren Wert, hast Du sofort eine konkrete Frage.

  • Ehrliche Maximalrate dabei, aus dem Rechner, nicht die Wunschrate.
  • Eigenkapital-Inventur gemacht, inklusive stiller Reserven wie einem Bausparvertrag.
  • Drei Banken parallel angefragt, damit Du echten Vergleich hast.
Schritt 3 · Die ersten fünf Minuten

Öffne mit einem vorbereiteten Statement

Die ersten fünf Minuten entscheiden den Ton. Sprich drei ruhige Sätze, frei und ehrlich, sinngemäß so:

„Wir wollen in zwölf Monaten kaufen, haben Eigenkapital von X Euro und eine ehrliche Maximalrate von Y Euro im Monat. Wir vergleichen drei Banken parallel und würden gern verstehen, welche Konditionen ihr uns für unseren Beleihungsauslauf anbietet und welche Optionen es bei Sondertilgung, Tilgungswechsel und Bereitstellungszinsen gibt. Was braucht ihr von uns für ein konkretes Angebot?"

  • Was reingehört: Ziel, Zeitrahmen, Deine Zahlen und der Hinweis auf den Vergleich.
  • Was draußen bleibt: Maximalbudget, Wunschobjekt, Notgroschen, ETF-Stand, Familienplanung.
Schritt 4 · Die sieben Fragen

Frag die sieben Werte ab, die den Vergleich möglich machen

In dieser Reihenfolge, Antworten mitschreiben. Jede Antwort ist Dein Vergleichsmaßstab für die anderen Banken.

  • 1. Beleihungsauslauf und Stufen. Welcher Beleihungsauslauf liegt dem Angebot zugrunde, und welche Sollzinsstufen gibt es für 60, 80, 90 und 100 Prozent?
  • 2. Sondertilgung. Wie hoch ist sie pro Jahr, und geht sie ohne Aufschlag auf 10 Prozent?
  • 3. Tilgungswechsel. Kann ich die Tilgung während der Bindung erhöhen oder senken, und was kostet das?
  • 4. Bereitstellungszinsen. Wann beginnen sie, und lässt sich die Karenzzeit auf neun oder zwölf Monate verlängern?
  • 5. Förderung. Welche Programme sind kombinierbar, und integriert ihr KfW-Kredite direkt ins Angebot?
  • 6. Provision. Wie hoch ist sie, und sinken meine Kosten beim Direktabschluss statt über die Bausparkasse?
  • 7. Ablauf. Wie lange dauert es von Anfrage bis Auszahlung, und welche Unterlagen braucht ihr wann?
Schritt 5 · Drei Antworten, die Du nie gibst

Behalte die Fragen für Dich, die Dir Verhandlungsmacht nehmen

Diese drei stellt Dir jede Bank. Antworte nicht ehrlich, sondern so:

  • Dein Maximalbudget? „Gebt uns die Konditionen für 350.000, 400.000 und 450.000 Euro, dann entscheiden wir."
  • Das Angebot der anderen Bank? „Wir vergleichen, nennen aber keine Zahlen. Gebt uns euer bestes Angebot."
  • Euer Zeitdruck? „Wir entscheiden, wenn alle drei Angebote da sind, in zwei bis drei Wochen."
Schritt 6 · Die sieben Warnsignale

Sätze, bei denen Du innerlich aufstehst

Nicht sofort gehen, aber mit der Distanz, die Dich nicht überstürzt unterschreiben lässt.

  • „Nur wir bieten das so an." Jede Kondition gibt es bei zwei, drei Banken. Weiter vergleichen.
  • „Das ist marktüblich." Marktüblich ist eine Spannweite, kein fester Wert. Nachfragen.
  • „Die Rate können Sie sich leisten." Das sagt die Bank-Tragfähigkeit, nicht Dein Stresstest. Eigene Zahl vorlegen.
  • „Aktuelles Sonderangebot." Meist ein Standardangebot mit Marketing-Schleife. In drei Wochen noch da.
  • „Heute entscheiden." Kein sinnvoller Kredit muss heute unterschrieben werden. Drei Tage warten.
  • „Ich hab gleich den nächsten Termin." Der Quartalsdruck der Bank ist nicht Dein Druck.
  • „Dazu passt unser hauseigener Fonds." Zusatzprovision auf ein teureres Produkt. Freundlich ablehnen.
Schritt 7 · Nach dem Gespräch

In den ersten zwei Stunden, solange alles frisch ist

  • Antworten notieren. Alle sieben Werte schriftlich festhalten, Unklares per kurzer Mail klären.
  • Vergleichstabelle. Drei Spalten für drei Banken. Vergleiche nicht nur am Sollzins, sondern an der Kombination aus Zins, Sondertilgung und Flexibilität.
  • Bauchgefühl mit Partner. Wer hat kompetent gewirkt, wer hat gedrängt, wer war ehrlich?
Schritt 8 · Die Fallen

Drei Details, die im Gespräch oft untergehen

  • Volltilger-Darlehen. Die Zinsbindung läuft so lange wie das ganze Darlehen. Maximale Sicherheit, dafür meist höhere Anfangszinsen.
  • Bereitstellungszinsen. Für zugesagtes, aber noch nicht abgerufenes Geld nach der Schonfrist. Bei langer Bauzeit schnell mehrere Tausend Euro.
  • Vorfälligkeitsentschädigung. Bei vorzeitiger Kündigung. Nach zehn Jahren greift das Sonderkündigungsrecht nach Paragraf 489 BGB und sie entfällt.
Denk dran, mit drei inneren Sätzen bleibst Du souverän: Ich bin Kunde, die Bank verdient an mir. Ich habe Zeit, auch wenn der Kaufvertrag eine Frist hat. Und ich darf jederzeit höflich Nein sagen. Ein Bankgespräch ist kein Bittstellertermin, sondern eine Verhandlung auf Augenhöhe. Du entscheidest am Ende, was zu Dir passt, nicht die Bank.

Nach dem Termin: Vergleichsmatrix

Trag die Antworten der drei Banken nebeneinander ein und vergleiche nicht nur am Sollzins. Im PDF ist diese Matrix eine Querformat-Seite zum Heraustrennen.

Kriterium Bank 1 Bank 2 Bank 3
Beleihungsauslauf
Sollzins
Effektivzins
Sondertilgung pro Jahr
Tilgungswechsel möglich?
Bereitstellungszinsen
Förderung oder KfW integriert?
Vermittlerprovision
Bemerkungen
Tool 7

Das Glossar

Die Sprache der Bank in einfachen Worten. Tipp ein Stichwort ein und filtere die Begriffe. Verständnis schlägt Nicken.

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AfA (Absetzung für Abnutzung)
Steuerlich anerkannte Abschreibung des Gebäudewerts einer vermieteten Immobilie. Reduziert die Steuerlast.Kapitel 17
Annuität
Die monatliche Rate einer Baufinanzierung aus Zins- und Tilgungsanteil. Sie bleibt über die Zinsbindung konstant, der Tilgungsanteil steigt, der Zinsanteil sinkt.Kapitel 11
Anschlussfinanzierung
Verlängerung oder Neuverhandlung der Finanzierung nach Ablauf der ersten Zinsbindung. Typischerweise nach 10 bis 15 Jahren.Kapitel 15
BAFA
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Vergibt Zuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen am Eigenheim.Kapitel 12
Bausparsumme
Der vereinbarte Gesamtbetrag eines Bausparvertrags aus Sparphase und späterem Darlehensanspruch.Kapitel 8
Bauspardarlehen
Der Darlehensanspruch nach der Sparphase eines Bausparvertrags, zu einem heute bereits fixierten niedrigen Zinssatz.Kapitel 8
Beleihungsauslauf (BLA)
Verhältnis von Darlehenssumme zu Verkehrswert der Immobilie. Bei 80 Prozent werden 20 Prozent durch Eigenkapital gedeckt. Die Stufe bestimmt die Konditionen.Kapitel 9
Bereitstellungszinsen
Zinsen für zugesagte, aber noch nicht abgerufene Darlehensanteile, meist nach 3 bis 6 Monaten Schonfrist. Bei Bauträger- oder Sanierungsfinanzierungen relevant.Kapitel 10
Bonität
Die Kreditwürdigkeit aus Einkommen, Vermögen, Schufa und Verbindlichkeiten. Eine gute Bonität verbessert die Kondition.Kapitel 9
Bruttomietrendite
Jährliche Bruttokaltmiete geteilt durch den Gesamtkaufpreis inklusive Nebenkosten. Erster Filterwert bei einer Anlage-Immobilie.Kapitel 17
Cap-Darlehen
Variante des variablen Darlehens mit einer Zins-Obergrenze gegen Aufpreis. Selten in der deutschen Praxis.
Cashflow nach Steuern
Die monatliche Liquiditätswirkung einer Anlage-Immobilie nach allen Einnahmen, Ausgaben und der Steuerwirkung der Werbungskosten.Kapitel 17
Darlehensphase
Die Phase eines Bausparvertrags, in der das Bauspardarlehen abgerufen und getilgt wird.Kapitel 8
Disagio
Ein vorab gezahlter Zinsabschlag, der den späteren Sollzins reduziert. Aktuell selten, steuerlich nur unter Bedingungen abzugsfähig.
Effektivzins
Der tatsächliche Zinssatz inklusive aller Nebenkosten. Anders als der Sollzins enthält er Bearbeitungs-, Schätzungs- und Vermittlungskosten.
Eigenkapital
Der Anteil des Kaufpreises, den Du nicht über Fremdkapital finanzierst. Standardminimum 10 bis 20 Prozent plus Erwerbsnebenkosten.Kapitel 6
Eigenkapital-Rendite
Die jährliche Vermögenszuwachs-Rate bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital. Wichtigster Kennwert beim Anleger-Vergleich.Kapitel 17
Erwerbsnebenkosten
Notar, Grundbuch, Grunderwerbsteuer, Maklercourtage. Liegen typischerweise zwischen 10 und 12 Prozent des Kaufpreises.Kapitel 6
Eurozins (Euribor)
Der Referenzzinssatz für den europäischen Geldmarkt. Variable Darlehen sind oft an den 3- oder 6-Monats-Euribor gekoppelt.
Forward-Darlehen
Ein Anschlussdarlehen, das heute zu heutigen Konditionen abgeschlossen, aber erst in einigen Jahren ausgezahlt wird, gegen einen Aufschlag pro Monat Vorlaufzeit.Kapitel 15
Forward-Aufschlag
Der Aufpreis auf den aktuellen Sollzins für das Forward-Darlehen. Typischerweise 0,01 bis 0,03 Prozentpunkte pro Monat Vorlaufzeit.Kapitel 15
Grundschuld
Das dingliche Sicherungsrecht der Bank am Grundstück, eingetragen ins Grundbuch. Bei Bankwechsel wird sie umgetragen.Kapitel 10
Grunderwerbsteuer
Die Steuer auf den Immobilienerwerb, je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises.Kapitel 6
Hausverwaltung
Die externe Verwaltung einer vermieteten Immobilie. Kostet aktuell zwischen 25 und 45 Euro pro Immobilie und Monat.Kapitel 19
Indexmiete
Eine Mietform, bei der die Miete an den Verbraucherpreisindex gekoppelt ist und sich jährlich automatisch anpasst.Kapitel 19
Instandhaltungsrücklage
Bei Eigentumswohnungen ein WEG-rechtlich vorgeschriebener Rücklagen-Topf für Reparaturen und Sanierungen.Kapitel 19
Kappungsgrenze
Die gesetzliche Obergrenze für Mieterhöhungen, je nach Bundesland 15 oder 20 Prozent über drei Jahre.Kapitel 19
KfW
Kreditanstalt für Wiederaufbau. Vergibt zinsgünstige Förderdarlehen und Tilgungszuschüsse für Kauf, Sanierung und Neubau.Kapitel 12
Klumpenrisiko
Die Konzentration mehrerer Anlagen auf derselben Risikokategorie. Banken bewerten es ab der dritten und vierten Anlage durch höhere Eigenkapital-Anforderungen.Kapitel 20
Laufzeit
Die gesamte Vertragsdauer einer Finanzierung, oft länger als die einzelne Zinsbindung.
Lebensversicherung als Tilgungs-Ersatz
Eine ältere Tilgungsvariante über eine Lebensversicherung. Heute wegen steuerlicher und renditemäßiger Nachteile weitgehend obsolet.
Mietausfall-Versicherung
Versichert gegen Mietausfall des Mieters. Bei Anlage-Immobilien sinnvoll.Kapitel 16
Mietspiegel
Die kommunale Übersicht der ortsüblichen Vergleichsmieten, qualifiziert oder einfach. Grundlage für Mieterhöhungen.
Nettomietrendite
Bruttomieteinnahmen abzüglich nicht umlagefähiger Kosten und Rücklagen, geteilt durch den Gesamtkaufpreis. Echter Vergleichswert zwischen Objekten.Kapitel 17
Nominalzins
Der reine Zinssatz vor Effektivzins-Berechnung, oft Verhandlungs-Basis im Bankgespräch.
PAngV (Preisangabenverordnung)
Regelt die Angabe von Zinsen und Konditionen in Werbung und Verbraucherinformation.
Restschuld
Der noch nicht getilgte Anteil der Darlehenssumme zu einem bestimmten Zeitpunkt. Wichtig für die Anschlussfinanzierungs-Planung.Kapitel 15
REIT
Real Estate Investment Trust. Eine börsennotierte Immobilien-Aktiengesellschaft mit regulatorisch erzwungener Dividendenausschüttung.Kapitel 20
Schätzkosten
Die Kosten der Wertermittlung, oft pauschal oder prozentual zum Kaufpreis.
Schufa
Das größte deutsche Kreditbüro. Speichert Daten zu Verbindlichkeiten und Zahlungsverhalten und erstellt einen Score zur Bonität.Kapitel 9
Sicherheitsabschlag auf Mieteinnahmen
Der Prozentsatz, mit dem die Bank bei einer Anlage-Finanzierung die Mieteinnahmen in der Tragfähigkeit kürzt. Typischerweise 20 bis 30 Prozent.Kapitel 18
Sollzins
Der vertraglich vereinbarte Zinssatz für die Zinsbindungsdauer. Wichtigster Verhandlungspunkt im Bankgespräch.Kapitel 9
Sondertilgung
Eine außerordentliche Tilgung neben der laufenden Annuität, ohne Aufschlag wenn vertraglich vereinbart. Typisch 5 oder 10 Prozent pro Jahr.Kapitel 11
Tilgung
Der Anteil der Annuität, der die Restschuld reduziert. Tilgung zwischen 1 und 5 Prozent ist typisch.Kapitel 11
Tilgungssatzwechsel
Eine Option im Darlehensvertrag, den Tilgungssatz während der Zinsbindung anzupassen.Kapitel 11
Tilgungszuschuss
Eine Komponente der KfW-Förderung, bei der ein Teil des Darlehens als Zuschuss gewährt und nicht zurückgezahlt wird.Kapitel 12
Verkehrswert
Der Marktwert der Immobilie aus Sachverständigen-Gutachten oder Bank-Schätzung. Grundlage für die Beleihungsauslauf-Berechnung.
Volltilger-Darlehen
Eine Variante, bei der die Zinsbindung so lange läuft wie die gesamte Tilgung. Maximale Planungssicherheit, leicht höhere Anfangszinsen.Kapitel 11
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